Freitag, 8. November 2013

Von Tageshighlights und freiem Fall

Gerade bin ich mal wieder in der Welt unterwegs. Wie sollte es auch anders sein? ;-) Heute schreibe ich euch aus Texas. Ich besuche nämlich gerade Daniel.
Gestern Abend bin ich also mit dem Flieger von Evansville, Indiana, über Dallas nach Wichita Falls, Texas, geflogen.
Beim ersten Mal hat es mich noch selbst überrascht, mittlerweile kann ich mich schon über die Leute lustig machen, die offensichtlich zum ersten Mal nach Wichita Falls fliegen.
Man kann es ihnen auch einfach nicht verübeln: zwar wurde mir gestern gesagt, dass Wichita Falls die viert-größte Landebahn in den Vereinigten Staaten hat, aber das liegt weniger am Linienflugverkehr, als vielmehr an der Airforce Base. 

Daniel habe ich ja bereits zwei Mal gesehen, seitdem ich hier bin. Trotzdem habe ich mich unheimlich gefreut, als wir gebucht haben. Und das, obwohl wir uns ja bald in Chicago schon wieder sehen - davon aber ein anderes Mal.
Das Beste an der ganzen Reise? Wenn die Türen im "Terminal" aufgehen und da steht er dann endlich und wartet auf mich. Alle, die mich in der letzten Woche non-stop grinsend über den Campus wandeln sehen konnten werden erstaunt sein, aber da ging noch mehr :-)

Heute musste Daniel noch arbeiten. Das hieß für ihn schon um fünf Uhr wach zu sein und für mich weiter zu schlafen.

Dann kam mein erstes Tageshighlight: ich habe mit meiner lieben Franzi geskypt. Und das richtig lange! Was habe ich mich gefreut, dass das geklappt hat. Wenn man erstmal weg ist, ja, dann stellt man fest, wie schwierig es wird mit allen Lieben Kontakt zu halten. Ich gebe mir zwar Mühe, aber es ist immer Luft nach oben! Nach mehr als einer Stunde kam fast ein bisschen Heimweh auf und ich freue mich schon ein bisschen auf meine Rückkehr im Dezember. Das ist diese lachendes-und-weinendes-Auge-Geschichte, aber die kennt ihr ja!

Danach musste ich mich leider ein wenig mit meiner Kampagne beschäftigen. Es läuft leider nicht, wie gewünscht, aber wann tut es das schon. Wenn es ein bisschen daneben geht, ist es ja auch meist nicht schlimm, aber tatsächlich befindet sich das ganze eher im freien Fall...

Ich will euch mal nicht mit Details langweilen und wo wir gerade bei freiem Fall sind kommen wir nun zu meinem zweiten Tageshighlight: ich bin im Simulator Jet geflogen!
Natürlich bin ich ein Naturtalent, nichts bringt mich vom Weg ab - Orientierung ist ja sowieso meins - Starts und Landungen kein Problem! 
Fast.

Erstmal haben wir wohl ganz schön Glück gehabt. Normalerweise sollen für solche Dinge nur die einfacheren Simulatoren genutzt werden, aber Daniel bekam einen mit 180° Sicht. Das war schon ganz schön cool! 
Ich durfte also hineinklettern, bekam Kopfhörer auf und die kurz-Einführung in das Cockpit einer T-38. Landeklappen (Flaps) links, das Fahrwerk (Gear) vorne links, in der Mitte das HUD (Headup-Display) und dann gaaaaanz viele süße kleine Anzeigen, die mit Sicherheit alle super wichtig sind und sich so schön im Kreis gedreht haben. 
Nachdem ich also gestartet war kam die Frage:"Was willst Du machen?" Ja, keine Ahnung! Nun folgte also der Crashkurs im Looping, Cuban 8 und aileron rolls fliegen. Kann ich auch alles. Ich sag ja, ich bin ein Naturtalent! Naja, fast.
Und dann, Franzi, habe ich auch noch mein Tagesziel erreicht - wenn auch etwas unfreiwillig.

Landung erster Versuch: Ziel war es auf 3000 Fuß zu sinken, um dann meine Landebahn zu finden und zu landen. Die 3000 habe ich auch nur gaaanz knapp verfehlt und stattdessen den Jet gleich in den Boden gerammt. Game Over. 

Von den special effects hatte ich dann doch etwas mehr erwartet: der Bildschirm wurde einfach nur rot. Habe Daniel aber gesagt, dass ich da jemanden kenne, der damit weiterhelfen könnte, er wird's weiterleiten ;-)

Landung zweiter Versuch: Zack, und schon hatte mich Daniel wieder in die Luft gesetzt und ich habe es gleich noch einmal versucht. Diesmal war ich auch gar nicht so schlecht, auch wenn ich ein bisschen auf der Bahn herum gehüpft bin. Tatsächlich bin ich gar nicht richtig gestoppt, sondern habe einen "Touch and go" gemacht ( siehst Du, Daniel, ich höre wohl zu!) und gleich wieder gestartet. Der Start war dann auch besser.

Landung dritter Versuch: dies war nun die letzte Landung und die war ganz in Ordnung. Top sozusagen! Ergebnis waren zwei geplatze Reifen und ein Parkplatz mitten auf dem Rasen...

Wie ich schon sagte: es gibt immer Luft nach oben!
 

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