Letzte Woche ist jede Menge passiert. Ich fange einfach mal am Anfang an:
Am Montag morgen bin ich aus Texas zurückgekommen. Dienstag ging es dann auch schon wieder los - Indianapolis, Trip 1.
Warum ich dort war? Ich bin hier Mitglied im PRSSA, der Public Relations Student Society of America. Der PRSSA ist ein pre-professional club, eine Unterorganisation des amerikanischen Berufsverbandes von PRlern. Auf Bundesstaaten-Ebene wurde nun der "Half-day with a pro" organisiert.
Dienstag sind wir also losgefahren und haben den Tag ausklingen lassen, am Mittwoch fand die Veranstaltung statt. Jeder von uns war einer Organisation (einem Unternehmen, einer Agentur oder einer Nonprofit-Organisation) zugeordnet und wir wurden der Reihe nach abgesetzt.
Ich sollte den Vormittag bei ExactTarget, einem Unternehmen, das Software für Email-Marketing und Cross-Channel-Marketing vertreibt, verbringen. Ich wurde also in der Innenstadt, direkt am Monument-Circle abgesetzt, fast eine Stunde zu früh. Also habe ich mir den Zeit in einem Coffee Shop vertrieben, der im Übrigen den schlechtesten Kaffee hatte, den ich seit langem hier getrunken habe... Ich muss sagen, als ich das Gebäude betreten habe war ich ... begeistert! Das Unternehmen war um einiges größer, als ich es erwartet hatte und hat neben weiteren Standorten in Amerika auch solche in Brasilien, Kanada, Australien, England, Frankreich uuuund: Deutschland.
Als erstes habe ich Charlie, den Chef der internen Kommunikation, kennen gelernt. Ich hatte überhaupt keine Vorstellung davon, wie der Tag ablaufen sollte, aber es hat sich als ganz entspannt herausgestellt. Wir haben uns über seine Projekte unterhalten und ich meinte, dass ich es interessant fände, dass sie QR-codes auf ihren Screens verwenden. Über diese Bildschirme laufen aktuelle Informationen zu Veranstaltungen, Fortbildungen oder Mitarbeiter-Vergünstigungen. Dass mir die QR-Codes aufgefallen waren hat ihn ziemlich gefreut, da er, wie er mir daraufhin erzählte, diese erst seit einer Woche verwenden würde. Und zack - hatte ich gleich einen Stein im Brett :-) Ich habe ihn dann noch gebeten mir die Software zu erklären, die sie verkaufen und auch selbst nutzen und sie schien mir von Prinzip her schon recht nützlich zu sein.
Im Anschluss hatte ich noch die Möglichkeit mit Stephanie, der Managerin für externe Kommunikation, Dawn, der Managerin für alle Social Media-Kanäle und Ivy, Stephanies Assistentin zu sprechen. Sie waren alle sehr offen und haben mir eine Menge über ihre Arbeit, aber auch darüber erzählt, wie sie zur PR gekommen sind. Ich mag ja spannende Lebensläufe und den hatte ein jeder von ihnen.
Der Vormittag ging wie im Flug vorbei, mir schwirrte der Kopf vor lauter Informationen und der Tag hatte sich als besser herausgestellt, als gedacht. Alle waren recht überrascht, als ich mich vorstellte und sagte, dass ich aus Deutschland käme. Tatsächlich haben wir uns auch darüber unterhalten, ob es für "Ausländer" möglich wäre einen Job zum Beispiel in den USA zu bekommen, da es in der PR ja doch auf gute sprachliche Fähigkeiten ankommt. Sie haben mich ermutigt, das Ausland ist also ein Bereich, den ich nicht mehr ganz aus den Augen verlieren will. Es war schon ein ganz schönes Kompliment, dies zu hören und ich habe mich sehr darüber gefreut.
Im Anschluss sind wir dann zu einem Lunch der Mitglieder des Berufsverbandes Indiana eingeladen. Wir haben an gemischten Tischen gesessen - Zeit zum Netzwerken! Leider ging recht bald das Programm los, sodass wir uns nicht weiter unterhalten konnten. Im Anschluss an die Veranstaltung ging es wieder ab ins Auto und zurück nach Evansville.
Es war Mittwoch abend, am Donnerstag um 12 Uhr sollte mein Event starten. Ich muss sagen, dass ich mich in letzter Zeit schon sehr über diese Kampagne geärgert habe. Sinn dahinter ist, dass man am Ende ein Kampagnen-Buch hat, das man als Referenz vorzeigen kann. So, wie es bei mir gelaufen ist, werde ich dieses Buch aber niemandem zeigen können oder wollen, zumindest nicht, wenn es mir Pluspunkte bringen soll.
Die Zusammenarbeit mit meinem Klienten hat sich am Ende als mehr als schwierig herausgestellt. Dinge wurden umgeschmissen, Absprachen gebrochen - da kann ich am Ende auch nicht zaubern. Ich wollte es einfach nur noch hinter mich bringen.
Wir haben am Sonnerstag also alles aufgebaut, es gab wieder Kekse und Softdrinks und siehe da - die ersten kamen bereits um 11.40 Uhr. Am Ende war es ein voller Erfolg, fast viezig Studenten kamen zu der Informationsveranstaltung, wir verlosten kleine Preise und als Hauptpreis eine $ 200 Gutscheinkarte für American Airlines.
Ich hätte mich gerne mehr über den Erfolg gefreut, aber dem ganzen Ärger bin ich nun froh, dass dieses Projekt vorüber ist. Noch fix den Projektbericht geschrieben (hoffentlich bis zum Wochenende), dann ist das Projekt abgeschlossen.
Das Gute ist: endlich eine Sache weniger auf meiner Liste ;-)
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