Chicago also. Evansville aus ging es morgens früh los – im Bus. Ich sehe ja den Sinn im Bus fahren, wenn man das in Hamburg oder einer anderen Stadt tut, um von A nach B zu kommen, aber Bus fahren zum reisen? Nein, danke. Dementsprechend guter Laune war ich also auch auf der sechseinhalbstündigen Fahrt.
Unsere Ankunft verzögerte sich dann direkt vorm Ziel noch etwas, weil wir natürlich die Rush Hour voll mitnahmen. Aber egal, das Ziel war nah!
Unser Hotel lag direkt in der Innenstadt an der Michigan Avenue, der Magnificant Mile.
Nun ging es schnell auf die Zimmer und kurz darauf zum Abendessen.
Wer schon einmal in Chicago ist, der muss natürlich auch deren berühmte Pizza essen. Und so machten wir uns auf um diese in einem der bekanntesten deep-dish Pizza Restaurants zu testen.
Ja, richtig: die Wände waren übersät mit den Initialien und Namen der Leute,die schon einmal dor gegessen hatten. Nun aber zur Pizza. Während die gemeine intalienische Pizza sich durch dünnen Boden und kleinen knusprigen Rand auszeichnet, ist die gemeine amerikanische Pizza grundsätzlich schon einmal etwas größer, hat einen weichen fluffigen Rand und hat mindestens fünf Beläge, die großzügig auf der Pizza verteilt werden. Die Chicagoer sind nun plietsch und machen das einfach noch ein bisschen anders: et viola – deep dish Pizza.
Und natürlich haben wir uns im Anschlus auch im Restaurant verewigt:
Nun ging es auch schon weiter und wir schauten uns China Town an. Alles war recht hübsch hergemacht, aber es war einfach unfassbar kalt.
Auf dem Rückweg war ich schon voll der Vorfreude: Daniel war an diesem Wochenende nämlich auch in Chicago! Ist das nicht toll? Und dementsprechend stand ich dann auch in meinem Zimmer am Fenster und habe auf die Straße hinuntergestarrt. Was habe ich mich gefreut!
Angekommen stand erstmal sightseeing mit den anderne Deutschen Mädels auf dem Plan. Wir haben uns die Bohne im Millenium Park angesehen und sind danach zu einem deutschen Weihnachtsmarkt gegangen.
Danach ging es direkt weiter auf den Sears-Tower, bis vor kurzem noch der höchste Wolkenkratzer der USA. Mittlerweile war es Nacht und wir haben einen tollen Ausblick über die Stadt gehabt.
Nachdem wir abends essen waren sind Daniel und ich shoppen gegangen: Black Friday! Tatsächlich fand ich die ganze Aktion überschaubar und hatte mir das doch um einges anders vorgestellt. Was allerdings stimmt, ist das die Leute sich fast um Kleidungsstücke oder Schuhe prügeln und es überall aussieht, wie im Saustall.
Freitag sind wir zuest einmal an den Lake Michigan gefahren und danach in die Innenstadt. Dort haben wir uns mit ein paar meiner Mädels getroffen und waren ein wenig shoppen. Daniel und ich sind danach ins Shed Aquarium gefahren. Die Shows sind schon ganz schön amerikanisch, unsere Tiere können mehr und haben wohl auch mehr Platz.
Zum Abendessen ging es schon fast in die Heimat - Vapiano! Es war tatsächlich fast genau, wie zu Hause und wir Deutschen haben es sichtlich genossen. Um den Abend abzurunden sind wir dann in eine Jazz-Bar gegangen. Ein guter Plan, nur spielten sie an diesem Abend Gipsy Jazz. Gipsy Jazz (tatsächlich ist dieses zum Beispiel sogar noch zu nah am Jazz) war dann doch eher eine Erfahrung der anderen Art und anstatt jazzigen Rhythmen zu lauschen fühlten wir uns mehr nach Griechenland, Spanien oder Argenitien versetzt.
Samstag war schon mein letzter Tag in Chicago gekommen. Daniel würde einen Tag länger bleiben und ich war schon ein bisschen traurig, weil er vor Weihnachten nicht noch einmal nach Indiana kommen konnte. Samstag morgen sind wir ins Museum of Science and Industrie gegangen und wie viele Museen in den USA gab es auch hier viel zu ausprobieren und anfassen. In der Luftfahrtausstellung war Daniel natürlich in seinem Element aber es gab auch eine coole Abteilung, in der Experimente, ähnlich wie damals im Chemie-Unterricht, durchgeführt wurden. Passend zur Jahreszeit wurde auch eine Weihnachtsbaumausstellung aufgebaut.
Die Bäume wurden angeblich passend zum Land dekoriert und so hingen am holländischen Holzschuhe, der französische hatte einen blinkenden Eifelturm als Spitze und an den italienischen wurde Pannetone gehängt. Der deutsche Baum war schon ganz schön hässlich. Als sie dann auf dem Schild auch noch "Fröehliche Weihnachten" wünschten, bin ich doch zur Info gegangen. Bei den Österreichern haben sie es schließlich auch hingekriegt.
Die Zeit war viel zu schnell vorbei und schon musste ich Daniel Tschüss sagen. Auf der Rückfahrt war meine Laune auch im Keller. Dieses Mal aber aus einem anderen Grund ;-)


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