Donnerstag, 19. Dezember 2013

Von Santa Claus, Indiana, nach St. Louis

"Hey, habt ihr Lust nach Santa Claus zu fahren?" Was antwortet man auf so eine Frage? "Nee du, dass heißt zu!"? Nicht in Indiana, da fährt man nämlich nach Santa Claus um sich amerikanische Weihnachtsbeleuchtung anzugucken. Das ganze Spektakel findet in einer Gemeinde in Santa Claus statt und im Prinzip folgt man mit dem Auto einfach den Pfeilen, die an Kreuzungen den Weg weisen, und wird so durch den Ortsteil geführt. Einige Straßenzüge waren sogar passend zu einem Thema dekoriert, zum Beispiel zum Film "Der Grinch". 



Tatsächlich hätte ich mir insgesamt ein wenig mehr erhofft, aber es gab auch einige richtig abgefahrene Sachen: an einer Stelle hatten die Anwohner eine riesige Leinwand aufgestellt und forderten die Autofahrer auf, das Radio auf eine bestimmte Frequenz zu stellen. Dort konnte man den Ton zum Film "Polar-Express" hören. Für $ 5 boten sie einem dann auch noch einen Parkplatz in ihrem Vorgarten an. 

An einer anderen Stelle sollten wir wieder das Radio einschalten und ein paar Meter weiter gab es dann ein Haus, dessen Beleuchtung sich der Musik anpasste. Es war schon ziemlich abgefahren und das Haus schien beinahe zu tanzen! 

Nachdem wir unsere Tour beendet hatten, fuhren wir zu einem Weihnachts-Geschäft. 


Die Amerikaner stehen ja auf Dekoration und so konnte man hier Cupcakes, High Heels, Baseball-Schläger und Werkzeug als Christbaumanhänger kaufen. Auch die berühmte Weihnachtsgurke durfte nicht fehlen. 
Tatsächlich hängen einige Amerikaner hier einen Gurken Anhänger (mehr eine Art Cornichon) in den Baum, weil wir das so machen. Also wir Deutschen meine ich. Habt ihr das schon einmal gehört? Ich nicht. Völlig bekloppt! 
Der Sinn dahinter soll sein, dass die Kinder am Abend nach der Gurke suchen dürfen und wer sie als erstes findet bekommt ein extra Geschenk. Dieses Kind gilt dann als besonders aufmerksam. Ich war tatsächlich beinahe versucht eine Weihnachtsgurke zu kaufen... 


Zurück in Evanville waren wir kurz essen und sind dann irgendwie bei Alis Eltern hängen geblieben. Da kann man aber auch einfach nichts machen... Sandy hatte gebacken und unter anderem gab es auch eine Art Kokos-Gipfel. Außen Schokolade, innen eine Kokosmasse, wie im Bounty, nur besser. Ein Traum! 

Da ich dieses Rezept leider noch nicht habe, hier ein weiterer Schatz amerikanischer Backkunst: Chocolate Chip Cookies



225 g Butter
150 g Zucker
150 g brauner Zucker
1 Pk. Vanille-Zucker
2 Eier
280 g Mehl
2 gestrichene Tl Backpulver 
1/2 Tl Salz
200 g Schokoladen-Drops oder gehackte Schokolade
125 g gemahlene Nüsse (optional, Mandeln, Haselnüsse, etc.)

Butter und Zucker Schaumig rühren. Eier hinzugeben. Mehl und Backpulver mischen, mit dem Salz und , falls gewünscht gemahlenen Nüssen nach und nach hinzugeben. Zum Schluss die Schokoladenstücke hinzugeben. 
Nun Kleckse mit ca. 5 cm Durchmesser auf einem Backblech verteilen. Bei 190°C (Umluft 170°C) für 8-10 Minuten goldbraun backen.

Wie bei allen amerikanischen Rezepten würde ich wesentlich weniger Zucker und Butter nehmen. Um das "amerikanische feeling" zu haben muss man sie einmal im Original gegessen haben, aber grundsätzlich gehören Cookies doch zu der Sorte Süßigkeit, bei der man nicht wissen will, was drin ist. Dank an Hershey's für das Rezept.


Montag haben Ali und ich unseren vorerst letzten Trip unternommen. Auf nach St. Louis. Wir waren auf dem "Arch", dem Tor zum Westen, und haben sonst nicht viel gemacht. Das war aber auch nicht der Sinn unseres Ausfluges und somit machten wir den bislang entspanntesten unserer Trips, der mir aber besonders gut gefallen hat. 








Wie die Zeit rennt. Es unglaublich, aber morgen fliege ich schon zurück nach Hause. Aus der letzten Woche habe ich auf jeden Fall alles herausgeholt. Abschiedsessen mit meiner deutschen Truppe, Abschied von einigen Internationalen heute mittag und Reste-und-zweites-Abschiedsessen heute abend – die Liste der Abschiede hört gar nicht auf.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen