Es gab so viele positive Dinge an meinem Aufenthalt. Ich habe viele wundervolle und liebe neue Menschen kennen gelernt, die ich nicht missen möchte und mit denen ich hoffentlich noch lange in Kontakt bleiben werde. Ich habe unzählige neue Orte besucht, wie die Mammut-Höhlen in Kentucky, Nashville in Tennessee oder Chicago. Und eine völlig andere Lebensart kennen gelernt. Hierher zu kommen hieß sich von allem "normalen" zu verabschieden und die selbstverständlichsten Dinge wie Amerikaner zu machen. So läuft man hier nicht einfach zu Fuß durch die Straßen (wenn überhaupt in Großstädten), man beginnt sich für alles und jeden zu entschuldigen, auch wenn gar nichts passiert ist und beginnt die Dinge einfach anders zu tun.
Trotz aller Anpassung habe ich oft genug gehört, dass Dinge die ich tue oder sage deutsch seien und meinen verräterischen Akzent bin ich auch nicht losgeworden. Aber so zu sein ist ja vielleicht auch nicht schlimm.
Ich freue mich schon auf zu Hause, auf meine Familie, Freunde und auf einen normalen Supermarkt. Komische Aufzählung, aber sie geht weiter: ich freue mich auf Busse und U-Bahnen, auf Aufschnitt und Käse, endlich wieder guten Kaffee und darauf, dass mir in einem Lokal nicht mehr die Rechnung schon unter die Nase gehalten wird, wenn ich noch am letzten Bissen kaue. Ich freue mich auf leckere Schokolade, Hamburger Clubs, in denen auch nach 3 Uhr morgens noch gefeiert wird, gute Schuhe und darauf, dass alles einfach weniger süß ist und mehr Geschmack hat.
Weniger als 24 Stunden und ich bin zu Hause. Danke an alle, die dieses Auslandssemester unvergesslich gemacht haben, die mir geschrieben haben, mit mir geskyped haben oder sich hier mit mir auf Trips begeben haben. Danke für Stunden bei Starbucks, beim Sport und in der Bibliothek, für Loft Besuche und für gemütliche Abende. Ich denke an euch und freue mich schon auf unser wiedersehen (das ist übrigens gerade typisch amerikanisch :-D).
Heute früh um vier Uhr haben wir bereits den ersten Schwung Deutsche verabschiedet, die nach Miami geflogen sind. Charlie und Michael haben wir um sieben Uhr auf Wiedersehen gesagt. Mein Flug geht in acht Stunden. Die Zeit bis dahin verbringe ich mit Ali und auch Andrea, denn die bleibt noch ein weiteres Semester.
Neben meinen vielen neuen Freunden gibt es noch etwas, dass ich sehr vermissen werde und das ist diesen Blog zu schreiben. Also mache ich einfach weiter! Es gibt immer so viel neues, buntes, aufregendes, lautes, großartiges in meiner Welt, dass ich euch gerne weiter davon berichten will. Wenn es euch gefallen hat und ihr gerne weiter von mir lesen wollt, dann schaut mal wieder rein!









