Montag, 21. Oktober 2013

Boo!! Jetzt kann Halloween kommen

Administratives zuerst: Daniel sei Dank habe ich nun auch endlich eine Email-Benachrichtigung für euch eingerichtet. Gebt rechts bei "Follow by Email" eure Email-Adresse an und ihr werdet benachrichtigt wann immer ich etwas neues schreibe! Nun zum wirklich wichtigen ;-)

Gestern waren wir bei Ali's Familie Kürbis schnitzen eingeladen. Sie haben ein wunderschönes Haus im Osten von Evansville. Kürbis schnitzen ist bei den Husks ein Familien-Event. Jede Menge Verwandtschaft war da - und wir Internationalen.
Jeder hat etwas zu essen mitgebracht und so gab es Cracker und Gemüse mit Dips, Suppe Pott Pie und und und. Zu Pott Pie: Es ist ungefähr wie Hühner-Frikassee, nur dass es in Teig gefüllt und gebacken wird.


Sieht merkwürdig aus, schmeckt aber sehr lecker. Als ich es das erste Mal gegessen habe, habe ich gleich aufgeschrieben, was alles hinein gehört, damit ich dann zu Hause versuchen kann es nach zu kochen =)


 
Ich habe auch etwas leckeres mitgebracht, nämlich Apfelkuchen. Ich backe ja sehr gerne, aber so ganz ohne Waage war das dann doch eine Herausforderung. Zum Glück ist er trotz widriger Umstände etwas geworden.
Danke nochmal an meine Mutter, Dein Kuchen kam auch hier gut an!



Bei den Husks haben wir also erstmal in Ruhe geschlemmt und natürlich habe ich alles probiert. Wieder einmal durfte ich feststellen, dass viele Leute doch eine andere Vorstellung von " nicht so scharf" haben, wie ich... Puh!

Nach den Schlemmereien ging es nach draußen, wo wir dann feststellten, welche Dimensionen das Kürbis schnitzen annehmen sollte. 
Elektrische Kürbisschneider. Kürbisauskratzer. Massenhaft Schablonen mit diversen Motiven. 
Eigentlich hätte ich mir das ja denken können, so verückt, wie die Amerikaner nach Halloween sind...
Ich war überfordert. Nur ein bisschen. Also - total.
Künstlerisches Talent liegt mir ja seit jeher in der Wiege. Wer schon für einen Smiley ausgelacht wird, kriegt doch eine Horror-Fratze locker hin. 
Und nun? Ohje...

 


Gewappnet mit Büchern voll von Vorlagen ging es los: den Deckel abschneiden und aushöhlen. Vom Kürbisfleisch habe ich einiges aufbewahrt und werde mich noch an einer Kürbissuppe versuchen. Eigentlich ist das tatsächlich immer das gewesen, worauf ich mich zu Hause beim Kürbis schnitzen am meisten gefreut habe: Mutters Kürbisbrot und Kürbissuppe. Habt ihr die jemals mit einigen Tropfen Walnussöl und Sahne probiert? Ein Traum!




Zurück zum Thema: als Motiv habe ich mir eine Hexe auf einem Besen ausgesucht und diese dann auf meinem Kürbis festgesteckt. Der war übrigens ein Schnapper - $1,99 bei ALDI! ;-)
Nun musste ich die Umrisse nachstechen und damit das Motiv auf den Kürbis 
übertragen.


 
Ich muss zugeben, dass ich bereits jetzt schon völlig begeistert war. Allein mit den Umrissen auf dem Kürbis ließ sich doch schon ahnen, dass mein Kürbis - mein Kürbis! - später so aussehen würde, wie auf dem Bild.

Beim Schnitzen hatten wir jede Menge Spaß. Wir saßen unter dem Carport, es lief Musik, im Außenkamin (!) brannte ein Feuer und der Fernseher lief. Großartig. Ich fühlte mich so richtig ... amerikanisch!


           


So, nun war er fertig. Was war ich stolz auf mich! Mittlerweile war es schon dunkel geworden. Wir haben nun alle Kürbisse vor dem Haus aufgestellt und Kerzen entzündet. Was für ein Bild!



 









Später haben wir auch noch ein Gruppenbild von uns und unseren Kürbissen gemacht!



Der Kürbis steht nun vor meiner Tür - ich bin gewappnet. Fehlt nur noch ein Kostüm und mein erstes richtig amerikanisches Halloween kann kommen!

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Fall Festival & Fall Break

Ali, meine Nachbarin hier auf dem Campus, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Elvira, Katja und mich in jedes "gute" Restaurant in Evansville mitzunehmen. Gesagt - getan. Letzten Samstag startete unsere kulinarische Tour mit einem Abendessen im Roppongi, einem japanischen Restaurant. Hier gab es allerlei Sushi, aber auch Hibachi, was eine Art Live-Cooking ist. 
Egal, was das Menu auch sonst so hergab -  ich wollte Sushi! Und es war großartig... Guckt Euch nur diese Bilder an:

Es war viel ausgefallenes dabei, aber ich mag eigentlich auch die "Standard" Maki ganz gerne. Alles, was wir bestellt haben, hat super geschmeckt. Elvira hat sich eine Überraschung bestellt, die dann brennend serviert wurde.
Ich war am Ende kugelrund und rundum zufrieden, da bekommen wir auch noch Nachtisch aufs Haus! Süßes Sushi (das habe ich da zum ersten Mal probiert) ist gar nicht schlecht: In den Teig ist Vanille-Eis eingerollt, darauf kommen noch Sahne und Schoko-Sauce. Was dem ganzen einen exotischen touch gibt, sind dann noch die Fischeier. Merkwürdige Kombination - aber es schmeckt!

Katja, Elvira und ich.

Ali (das Sushi vor ihr war großartig, ich weiß nur nicht, was es war... *mist*)


Vielen lieben Dank an Ali und ich freue michschon auf nächsten Mittwoch! Da setzen wir unsere Tour nämlich fort und gehen ins "Bonefish".

Am Montag war dann Katjas Geburtstag. Da ich jede Menge an meiner Kamoagne zu arbeiten hatte, bin ich schon sehr früh aufgestanden. Trotz Zeitdruck ist es mir aber gelungen sie mit einem Kuchen von Elvira und mir und Frühstück zu überraschen. Daneben hat sie auch noch eine riesige Eistorte von Freunden bekommen. An der essen wir noch immer... 
Für den Abend hat sie uns dann ins Show Me's eingeladen und hatten noch jede Menge Spaß.

Bevor wir in die Bar gegangen sind, sind Ali, Elvira und ich zum Fall Festival gegangen. Das ist hier in Evansville etwas ganz großes. Eigentlich geht man dort nur hin um zu Essen: in knapp 130 Buden werden mehr oder weniger exotische Dinge angeboten. Von Butter Beer über Aligator bis hin zu Deep Fried Oreos und mit Schokolade überzogenen Heuschrecken. 


Mich hat es nicht so unbedingt vom Hocker gehauen und im Prinzip war es, wie in Deutschland auf einer Kirmes - nur dass der Anteil an Fressbuden unwesentlich höher war. Alles was man an "anständigem" Essen kauft, wird in ein Burger-Brötchen geknallt und da die Buden alle von verschiedenen Clubs, Vereinen, Organisationen betrieben werden, möchte ich gar nicht wissen, wie es da in der Küche aussieht... :-) Trotz alledem: es ist das zweitgrößte Straßenfest des Landes und das muss man ja mal gesehen haben.
Eine Kuriosität habe ich allerdings gefunden: German Breadpudding. Breadpudding habe ich wohl mal in Californien gegessen, aber ich dachte, dass es etwas mexikanisches wäre. Auch nach längerem Grübeln weiß ich nicht, welches Gericht damit gemeint sein soll und ich bin eigentlich fest davon überzeugt, dass es so etwas in Deutschland nicht gibt! Wenn aber jemand besser Bescheid weiß als ich, dann bitte melden ;-)

Gleich habe ich einen letzten Kurs, bevor mein Wochenende beginnt. In drei Stunden geht mein Flug, mein Köfferchen ist gepackt und bereit für eine weitere Stadt. Auf nach Texas!
 

Montag, 7. Oktober 2013

Von Tagesausflügen und Pfannekuchen

Mein letzter Post endete damit, dass Daniel angekommen ist. Was habe ich mch gefreut! Nachdem ich ihm um den Hals gefallen war und wir im Haus waren habe ich natürlich sofort mein kitschiges Rocher-Herz präsentiert - stimmt, es hat nicht lange gehalten ;-). Nach einer Campus Führung (wow, sonntags ist es hier unfassbar leer!), die wir noch bis nach 15 Uhr ausdehnen mussten (da öffnet Starbucks am Sonntag) sind wir im Hotel eingecheckt. 

Hier nun ein kurzer Exkurs in das großartige Regelwerk der Wohnheime: Abgesehen davon, dass man hier nicht rauchen, trinken, Alkohol besitzen oder auch nur daran denken darf, sind auch die Besuchszeiten streng geregelt. Sonntag bis Donnerstag von 8 bis 22 Uhr, Freitag und Samstag von 8 bis 2 Uhr nachts. Wenn ihr nun die Besuchszeiten eingehalten habt, dann muss unter anderem beachtet werden, dass ihr -euch eingerechnet- niemals mehr als acht Personen im Apartment sein dürft. 
Weitere Regelungen werden im "Roommate-Agreement" festgehalten. Eine vier Seiten lange Ausführung über Regeln, die feststehen und solche, die durch die Bewohner ergänzt werden können. 
Elviras Mitbewohner haben zum Beispiel aufgenommen, dass jeder "boys in the room" schreien muss, sobald jemand des männlichen Geschlechts das Apartment betritt. Es soll ja jedem die Möglichkeit zur individuellen Entfaltung seiner Persönlichkeit gegeben werden. 
Katja und ich hatten auf die Frage, welche Art vor Beziehung wir mit unserem Mitbewohner haben möchten, nur eine Antwort: eine sexuelle natürlich ;-) Wir haben aber doch darauf verzichtet dies zu verschriftlichen.

Wo war ich? Achja: wir checkten ins Hotel ein. Liegt daran, dass man keine Übernachtungsgäste des anderen Geschlechts haben darf. Kann man ja auch verstehen. Aber auch, wenn mich jemand weibliches besuchen würde, dann müsste ich dies erst beantragen und diese Person dürfte nicht mehr als drei aufeinander folgende Nächte hier bleiben.

Sonntag Abend habe ich Daniel dann zum Italiener eingeladen. Ist ein schnuckeliger Laden und kommt einem deutschen Restaurant doch recht nahe. Montag habe ich mir dann "frei" genommen und wir haben einenTagesausflug nach Nashville, Tennessee, gemacht.





Dort haben wir uns zum Beispiel das Capitol angeguckt...







 ...waren lecker Essen und am Broadway.




Leider konnten wir nicht bis spät abends bleiben (ich hatte am Tag drauf Uni), aber auch nachmittags um halb vier gab es schon in allen Bars Live-Musik.
Dienstag war ich studieren, aber Daniel ist in meiner Pause mit mir zu Cold Stone gefahren - eine großartige Idee. 
Mittwoch morgen sind wir Frühstücken gegangen.

Ich. Liebe. Pancakes.

Das amerikanische Frühstück ist nach meinem Geschmack ja eher eine komplette Katastrophe, aber Pancakes - Pancakes! Mit Sirup, so richtig schön süpschig (ihr wisst schon, was ich meine) und süüüüß! Großartig. Kekse und Pancakes - das könne sie. 
Mittwoch habe ich kein Foto gemacht, aber so sah es bei letzten Mal aus, da allerdings mit Pfirsich-Sauce.

Nachmittags musste ich Daniel schon wieder verabschieden, das hat mir gar nicht gefallen, aber - und ist das nicht GROßARTIG ?!? - ich fliege schon am Donnerstag nach Texas! 
Hier ist "fallbreak" und deshalb habe ich nächsten Montag und Dienstag frei. Das wird natürlich genutzt und da Daniel auch am Montag frei hat, geht es nach Austin!