stellt euch die schlechtesten College-Filme auf der Ebene von "American Pie" vor und ihr könnt ungefähr ahnen, was man hier alles erlebt.
Von der Uni-Seite her ist es unfassbar viel Arbeit... In jedem Kurs gibt es Hausaufgaben, dazu finden alle Kurse auch noch zwei Mal die Woche statt. Neben den Hausaufgaben wird auch noch vorausgesetzt, dass man sich selbständig vorbereitet, heißt: Bücher wälzen.
Mit den Büchern ist es hier auch so eine Sache. Man geht nicht einfach in die Bibliothek und leiht sich aus, was man braucht - nein - man kauft für jeden Kurs mindestens ein, wenn nicht zwei Bücher. Die Bücher sind teilweise richtige Schinken und zum Schnäpchenpreis von zwischen 100 und 250$ pro Buch darf man zu Beginn des Semesters shoppen gehen. Glücklicherweise kann man die meisten Bücher leihen. Hier im Bookstore zahlt man dann, je nach Buch, zwischen einem drittel und der Hälfte des Preises dafür, dass man es am Ende zurückgeben muss. Eine andere Variante ist chegg, ein Online-Service zum Verleih von College-Büchern. Das Advertising-Buch teile ich mir zum Beispiel auch mit Elvira und Katja, da wir den gleichen Kurs belegen. So bin ich am Ende dann mit knapp 150$ statt 750$ davon gekommen.
Die Bücher sind eigentlich nicht mit unseren zu vergleichen. Unsere sind wesentlich sachlicher und enthalten das wesentliche und wichtige. Die Bücher hier sind hingegen eher wie Anleitungen geschrieben. Mein Lieblingssatz aus meinem Krisen-Buch besagt ungefähr folgendes: "Passen Sie auf, dass Sie nichts illegales tun, denn dann werden Sie gefeuert und müssen Ihren Anwalt selbst bezahlen. Das kann Sie viel Geld kosten."
Die Bücher sind zwar sehr praxisbezogen und enthalten auch immer die neusten Beispiele aus der "wirklichen Welt", aber mir fällt es teilweise doch schwer mit diesem Stil umzugehen. Wo wir nur Wert auf die Fakten legen würden, wird hier einfach auch auf Kleinigkeiten aus Praxisbeispielen wert gelegt, die in meiner Wahrnehmung einfach nicht relevant sind.
Eine coole Sache hier am Campus ist das Kino. Hier gibt es etwas ähnliches, wie den studentischen Filmclub in Lingen, nur das dies hier noch ein bisschen größer aufgezogen ist (versteht das nicht falsch!). Jeden Donnerstag werden "angesagte" Filme in einem Hörsaal in Kino-Qualität gezeigt. Es gibt kostenloses Popcorn (hier isst man salziges) und - je nach Sponsor - Snacks und Softdrinks.
Gesponsert werden die Filme meist von Clubs der Universität oder Studentenverbindungen. Letzte Woche habe ich "Now you can see me" (deutscher Titel ist glaube ich "Die Unfassbaren") gesehen. Den müsst ihr sehen! Ich meine, dass er bald in Deutschland rauskommen müsste - also ab ins Kino ;-) Diese Woche habe ich "The Great Gatsby" gesehen (ich fand ihn überraschend gut) und nächste Woche wird Ironman 3 gezeigt.
Am Wochenende wird viel gefeiert, wir gehen in Clubs (die ihre Bezeichnung nicht verdienen, wenn man einmal in Hamburg feiern war) oder, wie gestern in Sushi essen (und danach feiern). Oh, ich liebe Sushi :-) Leider hatten Ronia und ich es nicht mehr geschafft, als wir in Hamburg waren, aber das holen wir nach, wenn ich zurück bin!
Meist nutzen wir auch das Wochenende für unsere Einkaufstrips. Ohne Auto ist es unmöglich auch nur zu Walmart zu kommen, aber bis jetzt haben wir immer jemanden gefunden, der uns fährt. Natürlich artet das Unternehmen dann in einen Großeinkauf aus, aber hier muss man sich um die Haltbarkeit der Produkte keine gedanken machen. Genauer möchte ich da aber auch bitte nicht nachdenken...
So, nun muss ich mich um ein kleines technisches Problem kümmern... Die Tür zum Bad geht nicht mehr auf (da ist niemand drin!!!). Ist irgendwie merkwürdig - aber ins Bad zu können wäre schon schön...




Liebe Katha,
AntwortenLöschenes bringt Spaß, deine Texte zu lesen. Sie sind so flüssig uns witzig und klingen ganz nach dir. Schreib mehr! :-)
Alles Liebe, Eva
Danke für die Blumen! Bald gibt es wieder neues ;-)
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